Sind wir nicht alle ein bisschen “Glee”?
May/100
Zugegeben, eine High School Musical Serie hört sich vielleicht für die meisten etwas albern an. Aber diese Serie ist echt eine Perle und hat so rein gar nichts mit dem High School Musical Trash gemein! Also Entwarnung.
Glee ist eine wirklich gut gemachte und äußerst unterhaltsame Serie. Ryan Murphy, Macher von Nip/Tuck, hat hier wieder gute Arbeit geleistet. Das Ergebnis ist eine Truppe von mehr oder weniger High School Loosern, die sich im “Glee Club” zusammen finden und zusammen mit ihrem Lehrer Will Schuster (Matthew Morrison) große Hits von Madonna bis Beyoncé in Szene setzen und immer wieder mit einer bunten Show überraschen. Alles natürlich fein aufeinander abgestimmt. Denn auch wenn sich die Teenies nicht wirklich grün sind, halten sie am Ende immer wieder zueinander.
Glee ist irgendwie auch eine Persiflage auf die übrigen High School Serien die man so kennt und überzeugt mit Witz und Ironie hin bis zum Sarkasmus. Die Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein. Scheint zu Beginn der klischeehafte Plot High School Looser Mädchen (grandios gespielt von Hottie Lea Michele) verguckt sich in den Football Captain, das Set-up zu bilden, wird man schnell eines besseren belehrt. Es gibt eine Schwangerschaften die für den vermeindlichen Verursacher wie eine unbefleckte Empfängnis erscheint, einen Rolliefahrer im Hauptcast, der die Bühne mit unsicher macht, den großen Divenkrieg und eine feine Schlacht zwischen den Lehrer-Großmächten.
Alles mit einem Aufenzwinkern und herrlich skurril. Dass die Popsongs so gut vom Cast im Original umgesetzt werden können, wird wohl nicht zuletzt daran liegen, dass viele aus dem Hauptcast bereits Musicalerfahrung vom Broadway mitbringen.
Glee ist in den USA bereits so erfolgreich, dass eine zweite Season bereits beschlossene Sache ist!
Hier ein kleiner Einblick und mitunter meine Lieblingsszene (wie man diesen Tanz auf dem Football Feld gut einsetzen kann, seht ihr dann im weiteren Verlauf der Serie
):
I LOVE IT!
Have fun!
New York ist ein Gefuehl – Eine Reise
May/100
Im April bin ich für eine Woche mit meinem Freund nach New York geflogen. Naja, um ein Haar hätten wir nicht fliegen können und mussten erst eine kleine Odyssee am Frankfurter Flughafen hinter uns bringen, weil es ein Missverständnis mit der Einreisebestätigung gab. Aber dies ist eine andere Geschichte.
Genauso wie die Geschichte vom Glück, dass einen Tag nach unserem Abflug der komplette Luftraum wegen dieses unsäglichen isländischen Vulkanausbruches gesperrt wurde und einen Tag vor unserer Abreise der Luftraum wieder geöffnet wurde.
Für uns beide war es das erste Mal – das erste Mal New York und das mit Liebe auf den ersten Blick!
Als wir abends in unserem Hotel in Queens ankamen, nach einer Taxifahrt auf der ich mich wie in einem Ghost Busters Auto gefühlt habe, wollte ich nur noch schlafen, um am nächsten Tag endlich Manhattan zu erobern.
Ausgerüstet mit einem Touri Metro Ticket für eine Woche fuhren wir als erstes zum Ground Zero und damit auch ins Financial Destrict. Ehrfürchtig haben wir uns die großen Straßenschluchten angeschaut und irgendwie umgibt den Ground Zero, trotz normalen Verkehrsbetrieb, eine gewisse Aura und man kann sich kaum noch vorstellen, dass alles um den Ort herum, an dem man gerade steht vor 9 Jahren unter grauer Asche begraben lag.
Dieses Gefühl wird noch einmal verstärkt, wenn man einen Rundgang durch das WTC Visitor Center macht. Hier wird die Geschichte des WTC erzählt und 9/11 noch einmal genau rekonstruiert. Als ich vor den Vitrinen mit verbrannten Feuerwehr-Uniformen, einem Flugzeugfenster, verbogenem Stahl, Wertgegenständen von Opfern stand und Videos vom diesem Tag gesehen habe, bin ich mit Tränen in den Augen und einem riesen Kloß im Hals weiter gegangen. Man kann nichts sagen oder auch nur ansatzweise erahnen, wie dieser Tag in New York gewesen sein muss. Man weiß nur, wo man selbst an diesem Tag war und wie man die Ereignisse verfolgt hat.
Wenn man das Financial Destrict durchquert und an der Wall Street vorbei weiter Richtung Hafen läuft, kommt man automatisch in den Battery Park. Ein hübscher kleiner Park mit Dutzenden von Eichhörnchen und einem wunderbaren Blick auf die alte Lady, die heute immer noch so hübsch die Flamme in ihrer Hand hält und stolz Manhattan bewacht. Bei einer einstündigen Schiffsrundfahrt haben wir uns die Statue of Liberty noch einmal aus der Nähe angeschaut und auch einen imposanten Eindruck von der Brooklyn Bridge gewonnen.
Später hat es uns dann erst mal zum kurzen Luftholen in einen Starbucks verschlagen. Klar, wohin auch sonst. Was in Köln die Büdchendichte betrifft, kann New York dies mit den Starbucks Filialen locker ausgleichen.
Gott sei Dank hatten wir von Freunden und Bekannten im Vorfeld schon ein paar Tipps für unseren Tripp bekommen und so hat es uns am frühen Abend in den Stadtteil SoHo verschlagen. Zum einen ist dieser Stadtteil das perfekte Shopping Destrict und zum anderen sind hier die New Yorker noch einmal ein bisschen lässiger, im Vergleich zum Rest. Ich habe SoHo direkt zu meinem Lieblingsstadtteil erkoren und habe mein Honigkuchenpferd-Grinsen gar nicht mehr wegwischen können. Wer den mit Abstand besten Burger (Feines Ciabatta-Brot, mit einem frisch zubereiteten Beef Patty, Ruccola und getrockneten Tomaten) der Welt essen möchte, sollte dringenst zu Ruby´s gehen.
Ein klitzekleines Aussie Restaurant mit gerade mal drei länglichen Tischen, super schönem Stil und super leckerem Essen. Weit entfernt von Fast Food oder jeglichen Convenient Food. Ein echter Geheimtipp!
Denn genau nach so einer Art von Essen und nach so banalen Dingen wie Vollkornbrot und richtigen Brötchen, sehnt man sich nach ein paar Tagen voller Burger, Muffins und Sandwiches!
Es gibt Orte in New York zu denen man irgendwie immer wieder automatisch zurückkommt. Dazu gehören für mich der Time Square und SoHo. Der erste ist bunt, schillernd und glitzern und saugt einen regelrecht auf. Der andere ist relaxed, entspannt und cool.
Was man am Time Square unbedingt nicht verpassen sollte ist der dreistöckige M&Ms Store. M&Ms in allen Farben zum Selberabmischen und jeder Menge Merchandising. Alles bewacht von einer überlebensgroßen M&M Statue im Elvis Look. Wer sich gerne ein Broadway bzw. Off-Broadway Musical anschauen möchte, der sollte sich unter der Woche mittags ab 14 Uhr am TKTS Ticketcounter mitten auf dem Time Square anstellen. Denn dieser öffnet um 15 Uhr und bietet für fast alle Musicals die Tickets für bis zu 50 % weniger an. Wir sind so in den Genuss des Off-Broadway Musicals Avenue Q gekommen. Dies hatten wir uns schon vorher ausgesucht, denn die muppetähnlichen Puppen die über Pornos im Internet und andere lustige Dinge singen, darf man sich echt nicht entgehen lassen. Selten so gelacht in einem Musical!
Ein weiteres Highlight ist definitiv der Central Park. Hier kann man schnell mal einen ganzen Tag verbringen. Der Central Park ist einfach eine wunderschöne Oase mitten im Big Apple, wo kaum noch Geräusche aus der Großstadt eindringen. Mitten im Park ist ein schön angelegte See, über den ich mich erst mal von meinem Freund habe schippern lassen, um eine ganze Horde von Schildkröten zu entdecken und die schöne Umgebung zu genießen. Der Park birgt noch viele kleine einzeln angelegt Gärten. Darunter auch Strawberry Fields. Diesen kleinen Garten hat Yoko Ono, Witwe von John Lennon, anlegen lassen. Denn ein paar Meter weiter vor dem gegenüberliegenden Dakota Building wurde der Ex-Beatle 1980 erschossen.
Es gibt Dutzende oder hunderte Orte die hier noch erwähnenswert wären (das Empire State Building z.B.). Aber letztendlich sollte sich jeder sein eigenes Bild machen.
Für mich ist New York ein Gefühl. Du betrittst die Stadt und sie atmet dich ein. Ich habe mich noch nie in einer so großen und fremden Stadt, so zu Hause gefühlt. Selten habe ich richtige Wehmut verspürt, wenn der Urlaub zu Ende war. New York hat dies bei mir ausgelöst und ich kann es kaum erwarten, wieder zurück zu kehren!






















