Alles sauber?
Aug/080
Das waren sie, die 29. Olympischen Spiele der Neuzeit. 16 Tage voller Emotionen, Spannung, Hoffnung und Weltrekorde. Imposant wurden die Spiele am 08.08.08 in Beijing eröffnet. Eine Show, die seinesgleichen sucht. Doch so imposant und aufregend die Kulisse und die perfekt organisierte Show auch war, der fade Beigeschmack bleibt nun am Ende, nachdem das letzte Feuerwerk auch erloschen ist. Hier spreche ich nicht von den politischen Problemen, welche das große Land mit dem Rest der Welt nicht zu vereinen mag. Das würde den Rahmen und die Seite sprengen. Nein, vielmehr geht es um die Fragwürdigkeit der sauberen Spiele. 10 nachgewiesene Dopingfälle bei über 11.000 Athleten? Eine saubere Bilanz? Zweifel machen sich breit und werden offen geäußert. Denn wie kann z.B. der Jamaikaner Bolt mit 9,76 Sek. die 100 Meter Gold gewinnen? Mit einer Selbstgefälligkeit, die anscheinend keinerlei Zweifel an seinem sauberen Körper lassen soll. Oder wie schafft Wunderschwimmer Michael Phelps es sein Versprechen, 8 von 8 Goldmedaillen zu erschwimmen, in die Tat umzusetzen? So sehr man auch an die Sauberkeit der Spiele glauben möchte und so sehr die Freude der Athleten diesen Eindruck auch untermauern soll: Der fade Beigeschmack bleibt. Spätestens bis London 2012, wo es wieder um die neuen Weltrekorde gehen wird. Vielleicht sauber, vielleicht aber auch nicht.
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